Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 15.07.2020

§ 1 Geltungsbereich
1. Diese AGB gelten für alle Verträge über die Erbringung von Internet-Dienstleistungen zwischen MIRA Webhosting (im Folgenden: MIRA) und ihren Kunden. Für die Übergabe und Nutzung von Software und für Servermanagement gelten die im Anhang aufgeführten Sonderbedingungen.
2. Die vorliegenden AGB gelten für alle zwischen den Parteien geschlossenen Verträge, auch wenn in diesen nicht ausdrücklich auf die AGB Bezug genommen wird. Abweichende allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn MIRA ihnen nicht ausdrücklich widerspricht. Individuelle Sondervereinbarungen gehen diesen AGB vor; dies gilt nicht für vorformulierte Vertragsbedingungen des Kunden.

§ 2 Änderung der AGB
1. MIRA behält sich vor, diese AGB jederzeit zu ändern. Maßgeblich bei Neuabschlüssen von Verträgen ist die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Fassung.
2. Gegenüber Bestandskunden ist eine Änderung der vereinbarten AGB unter den folgenden Einschränkungen möglich: Umstände, die eine solche Änderung rechtfertigen, sind nachträglich eingetretene, unvorhersehbare Änderungen, die MIRA nicht veranlasst und auf die sie keinen Einfluss hat und die sich einseitig zulasten einer Partei auswirken, sowie in den AGB entstandene Lücken, die zu Schwierigkeiten bei der Durchführung des Vertrages führen. MIRA wird dem Kunden die abgeänderten AGB vier Wochen vor deren Inkrafttreten übersenden und dabei die Umstände, die Anlass der Änderung sind, sowie den Umfang der Änderungen benennen. Sofern der Kunde der Änderung nicht vor Inkrafttreten schriftlich oder per Fax widerspricht, sondern durch weitere Inanspruchnahme der Leistungen von MIRA seine Zustimmung zu den neuen AGB erklärt, gilt die Änderung als akzeptiert; die AGB in ihrer dann geänderten Fassung gelten dann ab dem angekündigten Zeitpunkt auch für bestehende Verträge. Im Falle des rechtzeitigen, formwirksamen Widerspruchs gelten im Verhältnis der Parteien die früheren AGB weiter; in diesem Fall sind sowohl der Kunde als auch MIRA berechtigt, den Vertrag nach § 8 mit ordentlicher Frist zu kündigen.

§ 3 Zustandekommen von Verträgen
1. Sofern nicht anders gekennzeichnet, sind Angebote und telefonische Auskünfte von MIRA unverbindlich. Maßgeblich sind jeweils die auf der Webseite von MIRA unter www.mira-webhosting.de veröffentlichten Angebote und Leistungsbeschreibungen.
2. Aufträge des Kunden können ausschließlich über den Bestellprozess auf der Webseite www.mira-webhosting.de sowie per E-Mail entgegengenommen werden. Eine Auftragserteilung per Telefon ist nicht möglich, MIRA wird auf solche Anfragen hin jedoch mit dem Kunden telefonisch den Bestellprozess gemeinsam durchlaufen. Es gelten die aktuellen Preise unter www.mira-webhosting.de.
3. Sofern der Kunde nicht ausdrücklich und im Einzelfall eine schriftliche Benachrichtigung verlangt, ist er damit einverstanden, dass ihm Informationen zu laufenden Verträgen per E-Mail übermittelt werden. Dies gilt auch für vertrauliche Informationen wie insbesondere die Zugangsdaten für vom Kunden in Auftrag gegebene Leistungen. Für den Fall, dass der Kunde der Zustellung per E-Mail widerspricht, werden Zugangsdaten, Rechnungen und alle weiteren notwendigen Unterlagen per Post versandt. Die Kosten in Höhe von 5,00 € inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer pro versandten Brief trägt dabei der Kunde.

§ 4 Leistungsumfang
1. MIRA ist zur Erbringung ihrer Leistungen auf Infrastrukturen angewiesen, die von Dritten betrieben werden und auf die MIRA keinen Einfluss hat. Es kann daher zu Störungen oder Beeinträchtigungen kommen, die ihre Ursache außerhalb des Einflussbereiches von MIRA haben, insbesondere Störungen des Internets, Wartungsarbeiten, Aktualisierungen/Updates der Server oder der laufenden Software oder durch höhere Gewalt.
2. Sofern nicht abweichend vereinbart, gewährleistet Mira eine Verfügbarkeit ihrer über das Internet angebotenen Dienste und Leistungen von 99,0 % im Jahr. Verfügbarkeit ist gegeben, wenn die Server und Dienste im Wesentlichen betriebsbereit sind. Als Störungen des Betriebes gelten nicht die folgenden Umstände:
• Unterbrechungen der Erreichbarkeit durch Störungen im Bereich Dritter, auf die MIRA keinen Einfluss hat
• Unterbrechungen durch höhere Gewalt
• kurzfristige Unterbrechungen des Betriebes, die erforderlich sind, um konkrete Gefährdungen durch einen möglichen Missbrauch durch Dritte (sog. Exploits) vorzubeugen oder zu verhindern (z.B. durch Updates)
3. Zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Technik führen die Drittanbieter regelmäßig Wartungs- und Servicearbeiten durch. Soweit mit diesen Arbeiten Ausfälle der Leistungen verbunden sind, wird der Drittanbieter diese nach Möglichkeit in Zeiten mit üblicherweise geringer Nachfrage legen.
4. Um ein hohes Sicherheitsniveau zu halten, werden regelmäßig Software-Updates eingespielt. Hierdurch kann sich der Umfang und die Ausgestaltung der von MIRA erbrachten Leistungen ändern. Es ist nicht auszuschließen, dass dadurch auch Änderungen an vom Kunden hinterlegten Inhalten bzw. vom Kunden installierten Anwendungen erforderlich werden. Soweit möglich, wird MIRA den Kunden hierauf zuvor hinweisen. Sollte eine solche System-Aktualisierung für den Kunden unzumutbare Änderungen erforderlich machen, kann dieser den Vertrag außerordentlich kündigen.
5. MIRA ist berechtigt, die von ihr geschuldeten Dienstleistungen ganz oder zum Teil durch Dritte erbringen zu lassen.
6. Während der Laufzeit eines Vertrages ist ein Wechsel in einen Tarif mit mehr Leistung (Upgrade) auf Wunsch des Kunden jederzeit möglich. Ggf. anfallende Gebühren für den Wechsel sind bei MIRA zu erfragen. Mit dem vollzogenen Wechsel beginnt ein neuer Vertrag auf der Grundlage der beim Wechsel geltenden Leistungsbeschreibung und AGB und ggf. mit neuer Mindestlaufzeit. Im Falle eines Wechsels auf einen höherwertigen Tarif werden nicht verbrauchte Zahlungen des Kunden für den alten Tarif zurückerstattet.
7. Soweit im einzelnen Vertrag nichts Abweichendes vereinbart wurde, kann MIRA Supportleistungen durch die Beantwortung von Kundenfragen per E-Mail, die über das Kontaktformular auf www.mira-webhosting.de oder per E-Mail an vip@mira-webhosting.de gestellt werden, erbringen. Die Supportleistungen sind Leistungen, die sich auf Aufgaben beziehen, die der Kunde nicht selbst oder selbstständig nach Login in seinem Webhosting-Account erledigen kann. Für den Fall, dass der Kunde die Supportleistungen selbst oder selbstständig hätte erledigen können, ohne die Notwendigkeit einer Inanspruchnahme von MIRA, wird eine Supportgebühr von 35,00 € inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer pro angefangene 15 Minuten fällig.

§ 5 Zahlungsbedingungen
1. Soweit nicht ein anderer Abrechnungsmodus vereinbart ist, sind nutzungsunabhängige Entgelte im Voraus für die in der Leistungsbeschreibung genannte Abrechnungsperiode zu zahlen. Nutzungsabhängige Entgelte werden nach dem Ende des Abrechnungszeitraums abgerechnet.
2. Die Monatlichen Zahlungen werden per Dauerauftrag, welcher durch den Kunden einzurichten ist, an MIRA gezahlt. MIRA bietet dem Kunden derzeit nicht die Möglichkeit an, anfallende Beträge per Lastschrift zu bezahlen. Für den Fall, dass das Lastschriftverfahren wieder angeboten wird, erteilt der Kunde hierzu bei Auftragserteilung und auch während der Laufzeit eines Vertrages eine entsprechende Einzugsermächtigung. Diese Einzugsermächtigung gilt auch für neue, vom Kunden mitgeteilte Bankverbindungen und ist jederzeit widerruflich. Für vom Kunden verursachte unberechtigte Rücklastschriften berechnet MIRA eine Bearbeitungs­gebühr von 8 Euro. Dem Kunden bleibt nachgelassen nachzuweisen, dass MIRA gar kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
3. Rechnungen sind innerhalb von 10 Tagen auszugleichen.
4. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann MIRA ihre Leistungen nach vorheriger Ankündigung einschränken oder sperren; dies gilt auch für Domains, die für den Kunden registriert wurden. Für eine solche Sperrung hat der Kunde eine Bearbeitungsgebühr von 35 Euro inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer zu zahlen, soweit er nicht nachweist, dass im Einzelfall gar kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
5. Kommt der Kunde für zwei aufeinanderfolgende Monate mit der Bezahlung eines nicht unerheblichen Teils der Vergütung oder in einem länger als zwei Monate dauernden Zeitraum mit einem Betrag in Verzug, der einem monatlichen Entgelt entspricht, kann MIRA das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos kündigen.
6. Der Kunde kann gegen Forderungen von MIRA nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufrechnen.
7. Wie bei jeder auf Dauer erbrachten Dienstleistung können sich auch bei den von MIRA bereitgestellten Leistungen die Kosten durch Änderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge ändern (etwa durch Erhöhung der Energie- und Telekommunikationskosten). MIRA behält sich daher das Recht vor, die Preise zu Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums mit einer Änderungsfrist von sechs Wochen zu ändern. Der Kunde ist zur außerordentlichen Kündigung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung berechtigt. Macht der Kunde hiervon nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung Gebrauch, gilt die Änderung als genehmigt; hierauf wird MIRA den Kunden ausdrücklich hinweisen.

§ 6 Pflichten des Kunden
1. Der Kunde ist verpflichtet, bei Anmeldung seine persönlichen Daten, bei Erteilung einer Einzugsermächtigung auch seine Bankverbindung richtig und vollständig anzugeben und MIRA Änderungen dieser Daten unverzüglich mitzuteilen.
2. Die Anmeldung einer Domain beim zuständigen NIC (network information center), ihre Ummeldung oder Abmeldung erfordert die schriftliche Zustimmung des jeweiligen Domaininhabers. Der Kunde wird bei sämtlichen von ihm erteilten Aufträgen, die eine Änderung des Status einer Domain erforderlich machen, seine Zustimmung unverzüglich in der jeweils erforderlichen Form erteilen.
3. Der Kunde hat die ihm übermittelten Zugangsdaten sogleich zu ändern und vor Dritten geheim zu halten. Der Kunde ist verantwortlich für jeglichen Missbrauch seiner Zugangsdaten durch Dritte, wenn er diesen verschuldet hat.
4. Der Kunde ist dafür verantwortlich, ausreichende Sicherungskopien seiner hinterlegten Inhalte anzufertigen und vorzuhalten.
5. Der Kunde verpflichtet sich, bei der Nutzung der von MIRA zur Verfügung gestellten Dienste die maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und Maßnahmen zu unterlassen, die zu einer Störung des Betriebs der Server von MIRA führen könnten. Untersagt sind insbesondere folgende Handlungen:
massenhafter Versand von Emails zur selben Zeit
• Hinterlegen und Zugänglichmachen von Daten und Material mit pornographischem, kommerziellem erotischem Charakter und von urheberrechtlich geschütztem Material, zu deren Verbreitung der Nutzer nicht berechtigt ist
• Betrieb von sog. „Mining-Diensten“ für Kryptowährungen, wie z.B. „Bitcoin“, „Ethereum“, „OneCoin“ oder „Monero“
• Hinterlegen und Zugänglichmachen von Daten und Material mit links- oder rechtsradikalem Inhalt oder beleidigendem Charakter, Aufruf zu Terrorismus und Gewalttaten
• Betreiben von Serverdiensten, die eine besonders starke Rechnerlast verursachen; dies gilt nicht bei dedizierten und virtuellen Servern
• Auf Grund der extremen Rechenlast ist das Betreiben einer Cloud nur nach vorheriger Absprache mit MIRA möglich.
6. Dem Kunden ist bewusst, dass eine Prüfung der von ihm hinterlegten Inhalte durch MIRA nicht erfolgt, sondern er selbst für die Rechtmäßigkeit dieser Inhalte verantwortlich ist.
7. MIRA ist berechtigt, die für den Kunden zur Verfügung gestellten Dienste vorübergehend zu sperren, wenn der Kunde gegen die vorgenannten Verhaltenspflichten verstößt oder ein entsprechender, konkreter Verdacht besteht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Dritte unter Angabe von Gründen Unterlassung der vom Kunden vorgenommenen Handlungen verlangen und diese Gründe nicht offensichtlich unzutreffend sind, oder bei Ermittlungen durch staatliche Behörden. Soweit möglich, wird MIRA dem Kunden vor einer Sperrung anhören; sofern dies im Einzelfall wegen besonderer Eilbedürftigkeit nicht möglich ist, wird MIRA den Kunden nachträglich informieren und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Die Sperrung ist aufzuheben, sobald der Verdacht entkräftet ist oder MIRA aufgrund festgestellter Verstöße den Vertrag außerordentlich kündigen kann. MIRA ist berechtigt, dem Kunden für die Sperrung eine Gebühr in Höhe von 35,00 € inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer in Rechnung zu stellen.
8. Bei aller Sorgfalt sind Fehlfunktionen an technischen Einrichtungen dennoch möglich. Sollte der Kunde eine solche Fehlfunktion an den von ihn genutzten Einrichtungen von MIRA feststellen, wird er MIRA umgehend und mit aussagekräftigen Informationen auf die Fehlfunktion hinweisen.

§ 7 Vertragslaufzeit
1. Soweit nicht anders vereinbart, werden Verträge auf unbestimmte Zeit geschlossen. Solche Verträge sind von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar, frühestens jedoch zum Ablauf einer vertraglich vereinbarten Mindestlaufzeit.
2. Verträge mit einer vereinbarten Laufzeit von 12 Monaten oder länger verlängern sich jeweils um weitere 12 Monate, wenn sie nicht von einer Partei mit einer Frist von einem Monat zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt werden.

§ 8 Kündigung
1. Soweit einer Partei nach diesen AGB ein ordentliches Sonderkündigungsrecht zusteht, ist der Vertrag unabhängig von einer vereinbarten vertraglichen Mindestlaufzeit mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.
2. Eine Kündigung kann in Textform erfolgen (§ 126 b BGB), also auch beispielsweise per E-Mail. Die Textform verlangt die Nennung der Person des Erklärenden. Es muss für MIRA aus der Kündigung mit hinreichender Deutlichkeit erkennbar sein, wer die Erklärung abgibt. Um Missverständnisse zu vermeiden bittet MIRA darum durch begleitende Angaben, wie beispielsweise die MIRA ID oder weitere zur Identifizierung geeignete Informationen, ausreichend klar zu machen, dass die Kündigung tatsächlich von der richtigen Person stammt. Es wäre für die eindeutige Identifizierung des Kündigenden hilfreich, wenn die vom Absender genutzte E-Mailadresse für den Kundenaccount hinterlegt ist und/oder die E-Mail ein digitalisiertes / eingescanntes Schreiben in PDF-Form enthält, das den Willen einer Kündigung ausdrücklich bekundetet und vom Kunden handschriftlich unterschrieben ist. Bestehen berechtigte Zweifel an der Identität des Kündigenden behält sich MIRA das Recht vor, durch geeignete Rückfragen die Identität sicherzustellen.
3. Bei einer Kündigung durch den Kunden hat dieser anzugeben, was mit für ihn registrierten Domains geschehen soll. Erteilt der Kunde insoweit auch auf Nachfrage von MIRA keine rechtzeitigen Anweisungen, ist MIRA berechtigt, die Domains zu löschen. Erfolgt die Kündigung durch MIRA, gilt das Vorstehende entsprechend mit der Maßgabe, dass MIRA den Kunden mit der Kündigung zur Erteilung von Anweisungen aufzufordern hat.
4. Unberührt bleibt das Recht beider Parteien, das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Ein wichtiger Grund für eine Kündigung durch MIRA liegt insbesondere in folgenden Fällen vor:
• Der Kunde gerät für zwei aufeinanderfolgende Termine mit der Entrichtung der vereinbarten Vergütung oder eines nicht unerheblichen Teiles der Vergütung in Verzug oder der Kunde ist in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Vergütung in Höhe eines Betrages in Verzug gekommen, der der Vergütung für zwei Monate entspricht.
• Der Kunde ist zahlungsunfähig oder über sein Vermögen ist ein Insolvenzantrag eröffnet oder mangels Masse der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abgewiesen worden.
• Der Kunde verstößt gegen wesentliche vertragliche Pflichten und stellt diesen Verstoß trotz Abmahnung oder Benachrichtigung über die Sperrung der Inhalte durch MIRA nicht unverzüglich ab.

§ 9 Gewährleistung und Haftung
1. MIRA haftet nicht für Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn aufgrund von Störungen und technischen Problemen in technischen Systemen, die außerhalb des Einflussbereiches von MIRA liegen. MIRA haftet auch nicht für solche Schäden, die auf der Verletzung der vertraglichen Pflichten des Kunden beruhen, insbesondere der Pflicht, die hinterlegten Daten zu sichern.
2. Für Mängel des bereitgestellten Speicherplatzes, die bereits bei Vertragsabschluss vorlagen, ist die verschuldensunabhängige Haftung ausgeschlossen.
3. MIRA haftet für sich oder einen Erfüllungsgehilfen nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Dies gilt nicht bei der Verletzung von Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf (vertragswesentliche Pflicht). Bei Nichteinhaltung der Mindestverfügbarkeit haftet MIRA, sofern nicht abweichend vereinbart, je bezogener Leistung maximal in einer Höhe, die der Monatsmiete der von der Nichteinhaltung betroffenen Leistung entspricht. Bei einer leicht fahrlässigen Verletzung einer vertragswesentlichen Pflicht haftet MIRA für sich oder einen Erfüllungsgehilfen nur für solche typischen Schäden, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vorhersehbar waren.
4. Der Kunde haftet für sämtliche direkten und mittelbaren Schäden (auch entgangenen Gewinn), die MIRA aus einer Verletzung der vertraglichen Pflichten aus § 6 dieser AGB entstehen.
5. Der Kunde verpflichtet sich, MIRA von Ansprüchen Dritter jedweder Art freizustellen, die aus der Rechtswidrigkeit von Inhalten resultieren, die der Kunde auf dem ihm überlassenen Speicherplatz abgelegt hat. Dieser Freistellungsanspruch umfasst auch Rechtsverteidigungskosten von MIRA (z.B. Gerichts- und Anwaltskosten).

§ 10 Schlussbestimmungen
1. Es gilt deutsches Recht.
2. Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Streitigkeiten der Parteien ist der Geschäftssitz von MIRA. Dies gilt nur, wenn der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.
3. Änderungen getroffener vertraglicher Vereinbarungen bedürfen der Schriftform.

Sondervorschriften für die Reservierung von Domains
Beauftragt der Kunde MIRA mit der Registrierung von Domains, gelten ergänzend die nachfolgenden Regelungen:
1. MIRA reicht den Registrierungsauftrag des Kunden an die zuständige Registrierungsstelle (NIC) weiter. Der Kunde ist für die Zulässigkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit seines Antrages und der darin enthaltenen Angaben selbst verantwortlich, eine Prüfung durch MIRA (auch auf Plausibilität) erfolgt nicht. MIRA hat keinen Einfluss auf die Registrierung und haftet nicht für deren Erfolg.
2. Der Kunde kann von einer erfolgreichen Registrierung des gewünschten Domainnamens erst ausgehen, wenn er als Inhaber für die Domain bei dem jeweiligem NIC eingetragen ist.
3. Aufgrund der Domain-Registrierung kommt nach den Bedingungen der Registrierungsstellen ein Vertrag unmittelbar zwischen dem NIC und dem Kunden zustande. Der Kunde hat sich selbst über die Vergabegrundsätze und allgemeinen Geschäftsbedingungen des NIC zu informieren und ist mit deren Geltung einverstanden.
4. MIRA wickelt Domainregistrierungen direkt über den jeweiligen Anbieter ab. Alle .de-Domains werden durch den Anbieter direkt bei der DENIC registriert.
5. Eine Bearbeitungsgebühr für die Weiterleitung der Anmeldung der Domain fällt, sofern in der Angebotsbeschreibung genannt, unabhängig vom Erfolg der Registrierung an.

Sondervorschriften für Webhosting
Ist Gegenstand des zwischen MIRA und dem Kunden geschlossenen Vertrages die Bereitstellung von Speicherplatz mit Anbindung an das Internet (Webhosting), gelten ergänzend die nachfolgenden Regelungen:
1. MIRA überlässt dem Kunden einen in der Leistungsbeschreibung mengenmäßig festgelegten Speicherplatz auf einem beliebigen Speichermedium mit Anbindung an das Internet zur Nutzung durch den Kunden im Rahmen dieser AGB.
2. Die dem Kunden zugewiesenen IP-Adressen können sich aus technischen Gründen jederzeit ändern. Es besteht kein Anspruch auf Zuteilung oder Beibehaltung einer bestimmten IP-Adresse.
3. Der Kunden hat im Rahmen des geltenden Rechts die Möglichkeiten, durch Zubuchung eines Zusatzpaketes, eine Auswertung der Besucherzahlen und des Besucher­ver­haltens auf seinen Webseiten vorzunehmen.
4. Jeder Zugriff auf die vom Kunden hinterlegten Daten über das Internet ist mit der Übertragung von Daten (traffic) verbunden. Das Datenvolumen vom Kunden wird durch MIRA begrenzt. Die derzeit geltene Begrenzung hat der Kunde bei MIRA zu erfragen oder auf der Website www.mira-webhosting.de nachzulesen.

Sondervorschriften für Übergabe und Nutzung von Software
Sofern MIRA dem Kunden im Rahmen der Vertragsbeziehung Software zur Nutzung überlässt, gelten ergänzend die nachfolgenden Regelungen:
1. Der Kunde ist berechtigt, die von MIRA entwickelte Software im Rahmen der jeweiligen Lizenz- und Nutzungsbedingungen zu nutzen. MIRA räumt dem Kunden hierzu ein auf die Laufzeit des zugrundeliegenden Vertrages beschränktes, einfaches Nutzungsrecht ein.
2. MIRA bietet in einigen bestimmten Paketen ein Webhosting WordPress Plugin an. Der Kunde hat das Recht, die Software bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu nutzen. Der Kunde erwirbt ein Nutzungsrecht. Dies gilt auch für alle Pro-Versionen von Plugins und Themes.
3. Bei der Überlassung von Fremd-Software (auch open-source-Software) hat der Kunde die Lizenz- und Nutzungsbedingungen des Herstellers zu beachten.